| Kirche Zweisimmen |
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Reformierte Kirche, ehem. St. Maria Die Kirche steht leicht erhöht auf kleiner Terrasse über dem Dorf und ist ein stattlicher Bau mit bedeutender spätgotischer Ausstattung. Schiff und Chor wurden im 13./14. Jh. unter Einbezug einer kleineren Vorgängerkirche erbaut; spätgotische Umbauten. Der massige Chorscheitelturm datiert aus dem 14./15. Jh. und besitzt ein Dach in Spitzhelm-Form. Im Inneren ein geräumiges Kirchenschiff, vom Chor durch den 1843 vergrösserten Chorbogen getrennt. Stumpfwinklig gebrochenes Deckentäfer, seitlich abgeschrägt und an der Wand heruntergezogen, signiert und datiert von Konrad Illung 1456, restauriert 1978. Breiter, rechteckiger Chor, die S-Hälfte als unregelmässiges Polygon nach dem 15. Jh. dem bestehenden Rechteckchor zugefügt. Schlichtes Masswerk. Holztonne um 1500, Schild als Lünette mit Masswerkrosette ausgebildet. Sakramentshäuschen und Rundbogennische aus rötlich gefärbtem Stuckmörtel datiert aus dem späten 13. Jh. Sehr schöne Wandmalereien, Vollständige Ausmalung im späten 15. Jh. nach umfassendem, streng aufgebautem Bildprogramm. Im Schiff an allen drei Wänden zwei Reihen von Bildfeldern einheitlicher Grösse, getrennt durch schablonierte Ornamente. Glasmalereien im Chor: Mittelfenster heiliger Vinzenz, neugotischer Stil. Bernische Standesscheibe von 1522; im Masswerk Rundscheibe mit Mond. In den seitlichen Fenstern beachtliche Scheiben, entstanden 1470 unter dem Eindruck der Chorverglasung im Berner Münster: links Johannes d. T. und heiliger Bischof, darunter in Rundscheibe Engel mit Wappen, rechts Maria mit Kind und Kreuzigung; beide Scheiben stark erneuert; im Masswerk Rundscheibe mit Sonne aus dem 16. Jh. Daniel Rindlisbacher
Quellen: Suppentag und freie Besichtigung des Pfarrhauses 27.03.2011
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